fast alles anders (nicht)


Heute mache ich es anders.

Dass soll nicht heißen, ich machte ab heute alles anders. Nur, dass ich heute alles anders mache.
Vermutlich.
Zumindest ist das der Plan.
Erste Änderung: Ich habe das Schreibprogramm geöffnet und diese paar Worte geschrieben, bevor ich den ersten Schluck des schon bereitstehenden Kaffees getrunken habe. Allerdings kann ich ihn jetzt nicht noch länger ignorieren, also… *trinkt einen Schluck*

Bisher habe ich das Internet meiden können. Also, äh… heute meine ich. Spätestens wenn ich diesen Text auf der Website mit ein paar absolut unpassenden Fotos garniert zum Lesen feilgeboten haben werde, wird sich ach diese Änderung meines Verhaltens wieder erledigt haben. Doch bis dahin: Kein Facebook, keine neuen Fallzahlen, keine Swipes bei A.D.N.I.N.N.A.W.E.N.T.I.*

*) App-deren-Name-ich-nicht-nenne-auch-wenn-es-nicht-Tinder-ist

Doch was mache ich mit meinen Notizen?

Üblicherdings mache ich mir im Laufe der Woche nämlich Notizen, die ich beim Schreiben einer BlockpostTM zurate ziehen… fuck (BEEEEEP! – Ha, zu spät! Ich habe „fuck“ zu schnell geschrieben, als dass es hätte geBEEEEEP!t werden können!), äh… zurateziehen – ne, das wird von der Schlechtreibprüf- oh Mann, das klingt jetzt nach miesem Pornogedöns, wird von der Rechtschreibprüfung ge-redlined, also doch „zurate ziehen“?! Na, jedenfalls gucke ich sonst in die auf meinem SnobPhone gespeicherten Notizen und jetzt habe ich Angst, beim Blick in die Notizen von Instagram oder Twitter abgelenkt zu werden. Und jetzt entschuldigt mich kurz, ich muss noch ein Foto des gerade jetzt, in diesem Moment stattfindenden Sonnenaufgangs, nein, der Sonnenaufgangsstimmung aka Dämmerung machen.

Nochmal zu der Frage „zurate ziehen“ oder „zurateziehen“ oder gar „zu Rate ziehen“: Es kommt durchaus öfter vor, als man zu denken gemocht haben wollen würde, dass ich mir bei Grammatik und oder Orthografie unsicher bin. Normalerweise kein Problem, schau ich halt im Duden nach. Online natürlich, you see the problem?

Ach Mist. Das war jetzt auch nicht wirklich anders als sonst, da mal eben ‘ne halbe Line in English droppen.
Heißt das jetzt, ich mache doch nicht alles anders? Heißt das, ich könnte jetzt im Internet nachschlagen, ob ich mich vertan habe, noch ein paar Bildchen bei A.D.N.I.N.N.A.W.E.N.T.I. anschauen?

„Im Internet nachschlagen“, klingt auch komisch, oder? Ein bisschen so, als hätte man auf der letzten Querdenken-Demo nicht genug Schlafschafe vollgepöbelt und müsste das jetzt Facebook/Twitter/Instagram, nein auf Telegram (!) kompensieren.

Ok, dieses Geschreibsel heute führt irgendwie zu nichts. Stellt sich die Frage, ob ich auf Euch Rücksicht nehme und wenigstens den Versuch… versuche, Euch nicht mit dem Gefühl vollkommener Zeitverschwendung zurückzulassen oder aber…


© 2020 albert sadebeck

Ein Kommentar zu „fast alles anders (nicht)

  1. Fazit: Schreib! Rücksicht auf uns? Warum? Ist doch dein Blog.. oder Block oder kein Bock.. egal. ich bin verwirrt.
    Ich lese alles hier gerne. Aber man kann auch nicht immer mit Worten um sich schmeißen. Verständlich, das kann sogar gefährlich werden. Viel Gelaber von mir.. Quintessenz… Immer wieder freu ich mich auf Samstag, Sonntag oder an welchem Tag auch immer es was zu lesen gibt. So!

    Gefällt 1 Person

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