ein jahr rum


Wieder ein Jahr rum.

Besser wäre eigentlich mal 1 Jahr Rum. Aber will man das? Kann man das wollen, ein Jahr im Delirium? Sind die Aussichten derart finster?

Ein Blick in meinen digitalen Notizblock beruhigt mich, bevor ich mich richtig aufregen kann.
Ich hatte offenbar auch in den letzten fünf Jahren keine besseren Ideen als jetzt, in dieser Minute, in dem Moment, an dem ich mich für diese Blockpost™ zum Schreiben zwinge.
In den letzten 4 Jahren war das-

Nein, so möchte ich dieses Jahr nicht beginnen. Nicht mit-

Furchtbar. FURCHT.BAR!
Ich kann mich sehr genau an das wohlige, nein, an das nahezu belebende Gefühl der Begeisterung erinnern, das mit meinem Entschluss einherging: Ich sage „Schüss!“

„Schüss?“, fragt Ihr.

(auffordernde Geste an Euch, „Schüss!“ zusagen…)

Nein wirklich, sagt mal laut, also nicht nur so dahin genuschelt, sagt mal richtig echt, ja, jetzt:

Schüss!

Sehr schön, und jetzt nochmal alle Leser:innen zusammen!

Ich sagte also „Schüss!“, Ihr ja jetzt auch, aber was bedeutet es nun?
Es bedeutet, dass ich bereits dritte Mal versuche, als freischaffender (Oder doch anschaffender? Hmmm…) Kleinkünstler zu arbeiten.


Geil, ausgerechnet jetzt, an dieser Stelle ist mein Kopf leer. Dabei wollte ich doch von meinen genialen Plänen für die nächste Zeit berichten, Euch dafür begeistern, mich und meine Seite, mein Instagram-Profil, meine Facebook Seite, meine SoundCloud-Page und meinen YouTube-Kanal und nochmal mich (weiter) zu unterstützen. Ok, I’ll give it a try…

Unterstützt mich! (Yeah, mich.)
Unterstützt meine Seite! (auf der Startseite gibt’s dafür sogar einen Button. :D)
Unterstützt mein Instagram-Profil! (Mist, jetzt muss ich das doch auf öffentlich stellen. Welcome, Bots!)
Unterstützt meine Facebook Seite! (Liken und Eure Friends dazu anstiften!)
Unterstützt meine SoundCloud-Page! (Yeah, folgen und so!)
Unterstützt meinen YouTube-Kanal! (A-bon-nie-ren, Ab-bon-nie-ren!)
Unterstützt nochmal mich!

Falls Ihr das schon tut: Vielen Dank dafür und sagt‘s Euren Friends!

In der Zwischenzeit mache ich mir mal ein kleines Frühstück…

Es gab übrigens Bananenbrot. Nein, ich habe keins gebacken, es war Körnerdingenstoast mit Banane drauf. Nein, nicht die ganze Banane! Es waren sechs Scheiben (BANANE, nicht Körnderdingenstoast!) und obendrauf Ketchup.

Ja, Ketchup. Deal with it!

Leerer Bauch studiert nicht gern. Sagt man doch so, oder?
Halb gefüllter schreibt nicht gern, so sieht’s nämlich aus! Fühle mich nicht gerade kreativer als vorhin.

Vorhin…

Ach ja, was mir bei „Wieder ein Jahr rum.“ sofort durch die Synapsen schoss: Nicht cool!
Es ist einfach nicht cool sich darüber zu freuen, dass „wieder ein Jahr rum“ ist. Zumindest dann nicht, wenn man nicht im Knast sitzt und auf die Entlassung wartet.
Bei allem Verständnis für den Pessimismus, der einen bei Betrachtung des von Menschen geschaffenen oder genutzten oder sonst irgendwie beeinflussten Teils dieser Welt beschleichen kann, weigere ich mich, mein Leben als Countdown zu betrachten.
Countdown für was, meinen Tod? Laaaaangweilig!

Klar, vieles, vielleicht sogar das meiste, finde ich anstrengend und schmerzhaft und überhaupt nicht cool. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich damit nicht auch meinen Spaß haben könnte. Man erinnere mich bitte beim nächsten Depri-Anfall an diese Passage, deren Aussage ich dann zwar vehement bestreiten wollen würde, es aber wegen 1 Kraftlosigkeit doch nicht tue.
Nö, ich freue mich mal lieber über coole Sachen. Also, nicht direkt jetzt Sachen, sondern… also keine materiellen Sachen sondern… ha, Tatsachen! Das ist gut, das gefällt mir!

Tatsachen sind ja zwangsläufig „Sachen der Tat“, also etwas, was jemand tut oder getan hat. Ein Buch beispielsweise ist eine Tatsache, weil es geschrieben wurde. Eine sehr löbliche Tat. Wie löblich hängt natürlich vom Inhalt ab, aber da ich oben ja von „coolen Sachen“ schrob (hihihi), geht’s hier auch nur um coole Tatsachen. War logisch, oder?

Würde ein Lektor von mir verlangen, hier zu kürzen? Würde er auch sagen, dass eine Passage über seine Arbeit nur mäßig interessanten Lesestoff ergibt? Schade, hab keinen Lektor.

Auch eine Tat, die ich sehr klasse finde: Hörbuch aufnehmen! Dann kann ich mich an einem Buch beim Spaziergang erfreuen. Jawohl!
Oder ich finde 1 sehr süßen Weihnachtsgruß in meinem Briefkasten! Mit güldener Deko und so! Sehr schöne Tatsache von zwei sehr lieben Menschen.
Essen ist auch eine coole Sache, die man tun kann. Trinken auch, aber bitte maßvoll, nicht „das Maß voll“! (Falls jemand 1 Merkel-Meme dazu findet, ich will das haben!)

Kurzer Nebengedanke… Ja, ich könnte schreiben, dass ich das haben möchte. Aber warum wird es eigentlich als so unhöflich oder negativ empfunden, seinem Wunsch mit „wollen“ Ausdruck zu verleihen? (Ernsthafte Frage, Antwort gern in die Kommentare.)

Essen, Trinken, sweete Grußkarten, Kunst in allen Formen und (so vorhanden) Farben, Natur erleben mit… Wetter, Löcher in die Luft gucken, alles sehr nice. Knutschen ist auch cool, hätte ich schon Bock drauf, geht aber alleine nicht so gut. Kuscheln auch nicht, aber was man tun kann: Sich drauf freuen, wird schon wieder. Irgendwann, eventuell…

Keine Sorge, verehrte Leser:innen, ich mutiere hier nicht zum bedingungslosen Optimisten. Ich habe halt einfach keinen Bock darauf, Leben als Abfolge überstandener (Mini)Katastrophen zu betrachten.

Zurück zum Bananenbrot… hupsi, schon aufgegessen!

Und eigentlich wollte ich Euch ja von meinen übelst geilen Plänen berichten, von Live Streams, die die Zeit überbrücken sollen, bis ich endlich mal wieder auf eine Bühne darf. Von awesome new music, die ich leider noch nicht geschrieben und schon gar nicht aufgenommen habe, von Tatendrang und Optimismus, von Liebe, Lust und Leidenschaft… Ok, das letzte nur für den Rhythmus. Obwohl…

Es gibt auf jeden Fall so viel zu tun, dass ich nicht so recht weiß, wo ich anfangen soll. Schön wäre ja erstmal ein gelungener Schluss für diese Blockpost™.

Doch vorher… gehe ich ein Stück spazieren.

Diese Blockpost™ hat einen Umfang von 900 Wörtern. Diese Aussage ist eine Lüge, eine Unverschämtheit, yay neunhundert Wörter!


© 2021 albert sadebeck

Ein Kommentar zu „ein jahr rum

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