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Blockpost™ was so passiert

Das ist nur ein Arbeitstitel


Da weiß ich ja gar nicht, wo ich anfangen soll.

Muss ich auch nicht, denn genau genommen habe ich ja schon angefangen. Vor ein paar Wochen nämlich, vor ziemlich genau 2 Monaten nämlich (!), als ich mir diese Geschichte vom „Chancenlos™“ ausdachte. „Ausdachte“, hö-hö.
Nichtsdestotrotz fällt mir das Schreiben an diesem …

*guckt aus dem Fenster, es ist noch zu dunkel, um was übers Wetter sagen zu können

… an diesem Morgen nicht unbedingt leicht. Jedenfalls nicht leichter als sonst. Auch nicht unbedingt schwer, aber nur so mittel jetzt auch nicht direkt. Egal.

Ja, vielleicht fühlt sich das für Euch so an, als bereite ich Euch auf nicht so leicht zu verdauende Nachrichten vor. Und in der Tat habe ich Neuigkeiten. Zu meinem Bedauern muss ich Euch aber sagen, dass …

‘Tschuldigung, das ist nur so ‘ne Kunstpause, die den Anschein erwecken soll, es käme jetzt hier was Spektakuläres, obwohl sie Euch eigentlich nur vera-

… muss ich Euch aber sagen, dass Euch die Details dieser Neuigkeiten gar nichts angehen. Ist nämlich alles privat.

Jetzt könnt Ihr natürlich sagen „Ja, was fängste denn dann davon erst an?!“ oder „Privat ist doch sonst auch kein Problem für Dich!“ und damit habt Ihr ja auch recht. Aber deswegen muss ich doch nicht zwingend eine clevere Antwort auf Eure Einwände haben, oder?


Mitmachanklickgedöns™


Vielleicht seht Ihr mir es aber auch nach, denn ich bin schon mehr als nur ausgelastet damit, das, was ich Euch sagen kann, nicht gleich wieder mit Sarkasmus, falsch gesetzter Selbstironie und unnötigen Selbstdiss-Attacken seiner… Schönheit zu berauben.

Stellen wir uns einmal vor… nein, ich muss mir das nicht vorstellen, ich schreibe das ja. Also nochmal: Stellt Ihr Euch doch bitte mal vor, ich hätte im „Chancenlos™“ und dem „Samenkorn im Regen“ gar nicht von einem fiktiven „sie“ geschrieben und es wäre nicht „er“, der dieses Chancenlos™ bekommen hat, sondern tatsächlich… ich! Rein hypothetisch natürlich, is klar, oder?

Also, das wäre schon einigermaßen absurd, denn dann müsste ich Euch ja erzählen, dass ich diesen Hauptgewinn geschenkt bekommen habe, als den sich das Chancenlos™ entpuppte. Ich müsste Euch erzählen, dass mein SnobPhone™ eine neue Telefonnummer in seinem Adressbuch hat. Ihr würdet lesen müssen, dass bei mir das große Fellbällchenkotzen™ stattfindet, aber nicht in Texten und Liedern. Ok, doch in Texten und Liedern, aber eben nicht öffentlich als Bühnenprogramm, sondern in meinem WhatsApp-Verlauf. Ihr müsstet Euch, setzt Euch mal für den nächsten Satz lieber hin, Ihr müsstet Euch damit abfinden, dass die erwähnten Emojis of Love and Sweetness auf meinem Display landen und auch von diesem versendet wurden und werden. Es käme ans Tageslicht, dass ich und nicht er ein Kennenlernen mit ihr erleben darf, das meine und nicht seine (doch, auch seine!) kühnsten Träume übertrifft!

Ok, real talk. Ich bin glücklich. Es ist fast schon unerträglich, wie glücklich ich im Sein mit ihr bin. Mehr kann ich Euch nicht erzählen, denn es ist nicht an mir, sie über das mit dieser und den Blockposts™ davor erreichte Maß hinaus an die Öffentlichkeit dieses Internets zu ziehen. Aber einen Titel für diese Blockpost™ kann ich noch nachreichen, denn „Das ist nur ein Arbeitstitel“ ist wirklich nur ein Arbeitstitel und das kann ich ja so nicht rauslassen, nicht wahr?

Ich nenne diese Blockpost™ im vollen Bewusstsein der Konsequenzen, die dies nach sich ziehen wird:

Kleinkuenstler in Love

was soll ich machen / isso /verklagt mich doch


© 2022 albert sadebeck

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Blockpost™ was so passiert

Wenig Schaum (oder so)


Ich weiß, ich weiß, Ihr hättet Euch was anderes gewünscht, aber ich kann nun mal nicht lügen und was anderes behaupten. Ja, diese Blockpost™ erreicht Euch aus der Badewanne.

Ganz genau, das ist jetzt ein Bild in Euern Köpfen. Ich nenne es „Mann in Badewanne, mit wenig Schaum (2022)“, erkläre es hiermit zum ersten unsichtbaren NFT der Geschichte und fordere Euch zur Zahlung einer Nutzungsgebühr auf. Der Paypal-Link ist hier:

Ok, ok, ich verzichte auf die Nutzungsgebühr, wenn Ihr im Gegenzug von Schmerzensgeldforderungen abseht, ich hab’s ja verstanden…

Jedenfalls war diese Woche und jetzt ist sie auch fast rum und ich habe eventuell Sachen erlebt, obwohl ich mega faul war, na ja.

Aber immerhin war ich ein bisschen produktiv und hab ein Lied aufgenommen. Phil ist schuld, bei dem hab ich es nämlich zuerst gehört. Und ich mag es halt und wollte es halt auch mal aufgenommen haben und alles.

Da ist es nun und vielleicht hört ihr es sogar an und alles. Wäre toll.

sadebeck · If You Love Me (Hymne A L’Amour)

Jetzt kann ich aber nicht weiterschreiben, weil ich muss ja in der Wanne entspannen. Yep, da ist es wieder, das Bild.

Nicht das! Das ist doch von unter Wasser aufgenommen, jawooohl!

Schönen Sonntag noch. 🙂


© 2022 albert sadebeck

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Blockpost™ was so passiert

Jahresendgedöns, Version 2.0.21


Das Jahr geht zu Ende und allerorten wird man mit Jahresrückblicken daran erinnert, was wann wo wie mit wem und weshalb stattfand. Also gut, sagte ich mir kurz vor Weihnachten, dann mache ich eben auch mit und stelle ein paar Momente zusammen, die für mich irgendwie bedeutsam waren. Wenn Ihr jetzt sagt „Warum sind da keine Menschen zu sehen?!“, dann hat das einerseits etwas mit der Wahrung ihrer Privatsphäre zu tun (kann ja nicht einfach ungefragt Fotos in dieses Internetz stellen), aber vor allem liegt es daran, dass die schönsten Begegnungen, Unterhaltungen, Grillabende und Chance Meetings ohne übermäßiges Fotografieren stattfanden und es davon einfach keine Bilder gibt.
Obwohl, es gibt sie schon, diese Bilder, aber eben nur in meinem Herzen (ööööööh *Herzchen-Glitzer-Kitsch-Emojis*).

Bevor jetzt jemand denkt, ich sei völlig in einen Ämouschnolli-Jahresendgedöns-Strudel™ gestürzt, ähm… ja, die Bilder. Häwwen Sie Fann!

Doch was ist ein gutes Schlusswort auf dieser kleinen Seite in der verstecktesten Ecke dieses Internetz‘? Mir fällt nichts Schlaues ein. Dafür ist das hier aber von Herzen.

Liebe geht raus. An Euch.


P.S.: Hier ein paar Bonus-Pics, ohne Beschriftung.


© 2022 albert sadebeck

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von DINGENS bis DÖDEL

(k)ein Jahresrückblick


Backnang.

Hng?

Yep, so habe ich auch gegickt.

„Gegickt“?

Yep. Wieder einer dieser Vertippser (jahaaa, Vertippser!), die ich witzig genug finde, um ihn stehen zu lassen. Ok, extremely poor choice of words. Nochmal von vorn.


Backnang.

Hng?

Yep, so habe ich auch geguckt. Und zwar auf mein SnobPhone™, als es mir eben einen verpassten Anruf aus Backnang anzeigte. Dieser Ausdruck Hirn inaktiver Überraschung war allerdings weniger der Tatsache geschuldet, einen Anruf verpasst zu haben. Nein, auch die mir nicht bekannte Rufnummer, die mich da vergeblich zu erreichen suchte, überraschte mich nicht in dem Maße, dass es eines „Hng?“s würdig sei. Ich war, nein, bin noch immer geradezu verblüfft, geschockt, fasziniert, mind blown, dass Backnang eine Stadt in Baden-Württemberg ist! Die Standarddaten wie Einwohnerzahl o.ä. zu recherchieren, überlasse ich mal der geneigten und geraden (hö-hö) Leser*innenschaft. Aber was ist das bitte für ein abgefahrener Name? BACKNANG! Klingt eher wie das Ziel eines Thailand-Urlaubs und ist dabei (vermutlich) nur das Stinkytown Schwabens. Zumindest, wenn man der Größe des Ortes, nein, der Stadt nach ürteilt. Ja, „ürteilt“. Hab‘ mich wieder vertippt und überhaupt…

Außerdem: Es ist Dezember. Ende Dezember sogar, was den einen oder anderen Mithumanoiden auf diesem Planeten dazu bemüßigt, eine Art Jahresrückblick zu… zu … na hier, zu haben, genau. Da bin ich natürlich gaaanz weit vorn, kann ich doch auf die Blockposts™-Ausgaben Dingens bis Dödel verweisen und muss keinen Jahresrückblick mehr schreiben. Praktisch, nicht wahr?

Trotzdem habe ich mich von diversen Social Media Plattformen eines gewissen Meta-Versums dazu verleiten lassen, etwas weiter in die Vergangenheit zu schauen und muss sagen, das ist doch irgendwie alles … gar nicht sooo interessant. Aber was willst’e machen, außer Plattitüden strapazieren und sagen „So isses nunemal.“?

Was ich aber echt machen sollte, ist die Küche. Und zwar sauber. Also, den Abwasch. Ich habe aber kei.ne LUST! Und ja, diese Information ist auch nicht wirklich wichtig und nur ein Vorwand, um irgendwie noch ein paar Fotos in diese Blockpost™ tackern zu können.

Nichts hätte ich lieber gemacht, als endlich die Auflösung des Chancenloses™ bekanntgeben zu müssen. Wer jetzt ein „aber“ herannahen spürt, hat einen sicheren Instinkt für die Komposition durchschnittlicher Texte, denn was anderes ist dieser Text als … Durchschnitt? Zumindest kein Aufschnitt. Das „aber“ kommt dafür im nächsten Abschnitt.


Er hatte gedacht, dass das Chancenlos™ schon mit vierzehn Tagen eine quälend lange Einlösefrist habe. Als er dann feststellen muss- … durfte, dass so ein Chancenlos™ seine Gültigkeitsdauer völlig willkürlich um weitere vierzehn Tage verlängern kann und das auch tut, ahnte er nicht, dass dieses spezielle Chancenlos™ besonders spannend bleiben wollte und auch sein würde. Denn was machte dieses Chancenlos™ nach der vierzehntägigen Verlängerung? Richtig, es verlängerte sich einfach ein weiteres Mal! Aber nicht wieder um vierzehn Tage, das wäre zu einfach. Nein, es verlängerte sich in einer beeindruckenden, aber völlig unnötigen Demonstration seiner Unberechenbarkeit einfach gleich um drei Wochen!
Meaning it’s gonna be next year ‘til he knows whether the ball’s gonna hit him right in the face or… not. Maybe er wird auch gar nicht gehittet, weil sich das Chancenlos™ ebenso plötzlich im Nichts auflöst, wie es erschienen ist. Aber auch das wird er erst in jetzt noch achtzehn Tagen herausgefunden haben. Eventuell.


Ein bisschen bin ich schon stolz darauf, wie spät im vorigen Absatz das erste „aber“ auftauchte und werde mich gleich damit belohnen, dass ich heute nichts mehr mache. Gar nichts. Außer vielleicht der puren Faulheit frönen. Wollte erst „der puren, nackten Faulheit frönen“ schreiben, doch das hätte ja wieder Bilder in Köpfe gepflanzt, die das gar nicht wollen. Hupsi! ¯\_(ツ)_/¯

Hm.

Jetzt stecke ich ein wenig in einer Zwickmühle. Einerseits habe ich gerade das perfekte Hier-ist-Schluss-für-heute-Gefühl, andererseits erscheint mir das inhaltlich, formal und dramaturgisch recht fragwürdig.

Und dann fällt mir wieder ein, dass ich noch den Abwasch machen muss und folglich nicht einfach der puren oder nackten Faulheit frönen kann

und was soll das überhaupt

und jetzt werde ich meckerlich

und ja, das ist ein Wort

und

Mimimi!


Nachtrag: Natürlich habe ich die doppelt geschriebenen Sätze am Anfang tatsächlich doppelt geschrieben und nicht einfach nur mit Copy / Paste dupliziert.


© 2021 albert sadebeck

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Leider keine Lust


Nö.

Das ist die Antwort.

Jaaa, ich weiß, dass zu einer Antwort auch eine Frage gehört. Und neeein, Ihr müsst euch nicht sorgen, wir spielen hier jetzt nicht Jeopardy!

Soll heißen, ich nenne Euch natürlich die Frage, die ich dreisterdingens (Klappe, Dokumentenprüfungsalgorithmus!) beantwortet habe, obwohl…

Jedenfalls (ist der Kopf dicker als der Hals), ich habe leider keine Lust. Diese Blockpost™ schreibe ich also nicht mit… Also doch, ich schreibe die schon auch gerne. Und mit Lust. Aber eben auch ohne. Vielleicht bin ich ja, ohne es zu wissen, heute ein wenig streitlustig.

Faul bin ich aber auch. Deshalb habe ich auch nicht vor, mir irgendeine Fancy Story auszudenken oder über deepen Sh- … äh, Stuff zu schreiben.

Immerhin habe ich herausfinden können, dass meine Kopfschmerzen vom Mittwoch keine Folge von Impfung No. 3 waren. Zur Strafe riss dann der Müllbeutel, als ich Alma von diesem erlösen wollte. Ein Tiefpunkt, vor allem stimmungsmäßig, aber danach ging es erstmal bergauf. Vielleicht merke ich mir ja endlich mal, dass ein Frühstück in der besten Bar ein grandioser Mood Lifter ist. Ja, auch dann, wenn man ohne Begleitung dort is(s)t.

Oh, natürlich hätte ich (das) gerne mit Adelinde geteilt, aber noch kenne ich Adelinde nicht und sie mich auch nicht. Weshalb sie auch nicht Zeugin des besten, nein, witzigsten Adventskalendertütentürchens sein konnte, das mir bisher den Tag verschönerte.

Ich habe geglitzert! Dank Hollingtonsmum!

Was soll ich sagen, meine verehrte Gastautorin hat sich selbst übertroffen und mir den ersten Adventskalender seit… bestimmt 20 Jahren geschenkt. Er ist toll und ich habe jeden Tag Spaß. So auch, als sich ein weihnachtliches Bad in einer der Tütchen befand. Natürlich muss das Türchen-Tütchen am entsprechenden Tag geöffnet und gebraucht werden. Also, ab in die Wanne und Schwupps, roch es im Bad wie auf dem Weihnachtsmarkt, an einem dieser Kerzenstände. Doch als ich die Wanne verließ… Hach, zu gern würde ich Euch Fotos zeigen können, denn ich habe so dermaßen geglitzert, ich war selbst ein Weihnachtsmarkt! Leider (oder zum Glück?) wäre es aber unangemessen, Bildmaterial hochzuladen, auf dem ich in all meinem glorreichen Geglitzer zu bewundern wäre! Aber Ihr habt ja Vorstellungsvermögen, oder?

Nicht? Ihr lügt doch!

Was soll ich sagen, zumindest Adelinde hätte mit mir herzlich lachen können über einen glitzernden … äh… Nasen- … rücken!

Dann war ich noch spazieren, auch ohne Adelinde und das war trotzdem ein bisschen gut. Darüber hinaus … öhm…, wenn Ihr wissen wollt, ob das Chancenlos™ nun eine Niete war, diese spezielle Geschichte erzähle ich heute nicht. Und jetzt nicht meckern, immerhin gibt’s Fotos.

Macht Euch einen schönen dritten Advent, ich brauche jetzt: Frühstück!


© 2021 albert sadebeck

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Dumm


Ja, das beschreibt es am besten. Ich bin dumm. Obwohl, das ist vermutlich nicht korrekt. Dumm, das so geschrieben zu haben. Also gut, ich korrigiere:

Ich habe mich dumm verhalten.

Eigentlich ein priiemaaah (!) Thema für eine richtige, ausgewachsene Blockpost™. In Ermangelung ausreichender Energiereserven und weil Mittwoch ist, gibt es aber nur diese kleine Zwischenblock-Post™.

Das war so: Ich war gestern zur dritten Impfung gegen Corona. Mein nach letzten Studien wohl nachlassender Impfschutz wurde geboostet. Nicht „geboosteRt“! Sogar das Schreibprogramm weiß, dass das Verb zu „Booster“, kurz für „Boosterimpfung“, boosten heißt, und verdammichnochmal nicht „boosteRn“! Regt mich auf, sowas. Aber darum geht’s mir gerade nicht. Obwohl mich sOWas auF.REGT!! Egal.

Schon bei der ersten Dosis war ich dumm. Bin nämlich aufm Rückweg schön mippm Fahrrad gestürzt aka Volle-Bude-hinneknallt, und zwar auf die Seite, wo der Einstich … gedingst worden ist. Toll.
Warum „toll“? Weil ich so natürlich keine Chance hatte herauszufinden, ob die Schmerzen im linken Oberarm nun eine Reaktion auf das Impfen oder eine (logische) Folge des Sturzes waren. Dumm.

Und was mache ich Trottel? Richtig, ich stürze. Dieses Mal aber nicht mit dem Fahrrad. Also, das Fahrrad war schon dabei. Oder eher… in der Nähe. Es stand vor der Bar, in der ich mit dem feinen Herrn Generalmusikdirektor den Abend bei dem einen oder anderen allohohlischen Getränk verbrachte. Der Topwirt tat sein Übriges, in dem er auch noch Rum ausgab. Da sagt Herr S., der Stümper, nicht „Nein!“. Und so stürzte ich nicht mit dem Fahrrad, sondern ab. Das Rad wurde natürlich nach Hause geschoben, wie es sich gehört.

Jetzt vermute ich einerseits, dass die etwas intensiveren Schmerzen am linken Oberarm tatsächlich auf die Pikserei zurückzuführen sind. Aber der Rest? Der Schädel brummt, ich fühl mich schlapp und habe auch sonst ein ganzkörperliches Empfinden, wie ich es sonst nur von… durchzechten Nächten kenne. Dumm. Weil ich jetzt wieder nicht weiß, was eventuell eine Impfreaktion oder Teil des Hangovers ist.

Sehr dumm.

Falls jemand fragt, ich bin heute nicht da.

Schüss.


© 2021 albert sadebeck

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heute, fünfzehn uhr


Was für ein Saftladen!

Ja, ich muss mal schimpfen. Über diese Blockpost™ Veröffentlichungsstrategie nämlich.
Also ehrlich jetzt, was soll das? Nein, nein, es geht nicht um die rhythmischen Schwankungen und Ungenauigkeiten, weil mal in einer Woche gar nichts kommt und in anderen dann wieder zwei Beiträge. Das ist alles zu verkraften, erklären und völlig ok so. Weil es Gründe gibt. Die einen würden jetzt Gründe aufzählen, ich sage nur „Leben, das“.

Yep, es ist ein unvorhersehbares, dieses Leben. Aber manche Sachen könnte man ja trotzdem wissen, oder? Zum Beispiel, wann Jubiläen sind.

Es fing hier eigentlich ganz gut an, gab es doch schon zur 10. Blockpost™ eine kleine Jubiläumsausgabe. Mit KonfettiGlitzerTorte, Fotogedöns, handgemaltem Titel und allem Pipapo. Wer diese Moments Of Lulunde Kundigkeit re-liven will, bitte sehr!

Das nächste Jubiläum war dann schon etwas literarischer und auch malerischer. Kein Witz, schrieb Hollingtonsmum doch eine wundervolle Ode an 25 Jahre Liebe. Und Herr S. schnappte sich Farben (jawohl Farben!) und Pinsel und… malte. Zur erneuten Erfreuung (yes, it’s a word!) bitte hier entlang.

Doch dann… warteten alle (ok, manche) vergeblich auf die Big Fifty! Ich meine, was soll das?! Kann ja nichts werden mit der Karriere, wenn selbst die einfachsten Marketing-… -dingsiche nicht angewandt werden. Wie schwer kann es denn sein, die (Mini)Jubiläen zum Boosten der eigenen Präsenz zu nutzen?

Offensichtlich schwer genug, um selbst das nächste Jubil-, nee, Plural, die nächsten Jubiläen unachtsamerdings nicht zu würdigen. O, die 75 kann man noch verkraften, aber die 100?! Da hätte man (nicht „man“, ich) echt was machen müssen. Zugegeben, ich hab daran gedacht und Hollingtonsmum hatte auch die passende Idee für den Text, indes passiert ist… wenig. Nicht Hollingtonsmums Verschulden, das sei hier nochmal betont. Wir wollten dann als nächstes ‘ne Schnapszahl (111) feiern, hatten aber… keinen Schnaps.

In der Zwischenzeit hat Hollingtonsmum aber einen Text richtig veröffentlicht (oder veröffentlicht bekommen lassen sollen dürfen?), in any case, in „novum #10 – volume 4“ steckt eine wundervolle Kurzgeschichte, die hier veröffentlichen zu dürfen ich sehr dankbar und auch stolz bin.

Als ich fragte, wann diese Blockpost™ denn online gehen solle, bekam ich folgen Antwort:

die Antwort von Hollingtonsmum

Was für ein Saftladen! Wie soll ich denn, wollen wir denn bis „Heute, fünfzehn Uhr! Heute, fünfzehn Uhr! Heute, fünfzehn Uhr!“ einen gebührenden Festakt vorbereiten und ausrichten?!

Richtig, wollen wir gar nicht! Ich finde, die Geschichte (bin schon ganz gespannt, wie sie Euch gefällt) feiert sich am besten, in dem sie gelesen wird.
Viel Spaß dann „Heute, fünfzehn Uhr! Heute, fünfzehn Uhr! Heute, fünfzehn Uhr!“


P.S.: Das ist sollte dann Blockpost™ Nr. 113 geworden sein.


© 2021 albert sadebeck

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Holy Sh**!


Es ist Weihnachten und ich fahre nach Hause. Wie es sich gehört, rieselt der Schnee leise und die Tore sind weit. Die Straßen sind voll, die Gemüter überraschend sanft. Es ist der besondere Zauber dieser Zeit, oder liegt es vielleicht einfach nur am blechernen Klingeln der Glöckchen übers Radio?

🔔🔔

Alle Jahre wieder kommt morgen der Weihnachtsmann und die Kinder wissen, es wird was geben.

🎁

Ich hatte dieses Jahr eine ernsthafte Unterhaltung mit dem Kurzen, wollte er Weihnachten doch vorrangig über Geschenke definieren. So nicht mein Lieber… so nicht…

Wir haben also in der Weihnachtsbäckerei alles mit Zimt gepimpt, beobachtet wie am Weihnachtsbaum die Lichter brennen und natürlich unser Herz dieses Jahr ausschließlich Wham! geschenkt. Zugegeben, auch Mariah Carey durfte das ein oder andere Duett darbieten.

(Duett, fragt sich der wissende Musikfan nun… jahaaa. Ganz richtig, ich singe das auch! Süßer die Klassiker nie klingen… schwöre!)

🎤🤶🎶

Spätestens nachdem wir bei Oma angekommen sind, versteht das junge Menschenkind den ganzen Zauber um diese bedächtige Zeit. O Tannenbaum, wie schön sind deine Trilliarden bunten Kugeln, die Oma über Jahrzehnte zusammengesammelt und behütet hat. Auch die Krippe mit dem Kind steht hier stilecht umher. Da wir‘s mit dem Glauben jedoch nicht gar so christlich halten, hallt das ein oder andere „Kommet, Ihr Hirten“ durch die Stube, wenn der Schlump ein Wettrennen gegen die Esel und Schafe inszeniert.

🏎

Ein wundervoller Traum ist es, den ich in meiner Kindheit leben durfte. Eine reichlich gedeckte Tafel, ein laut geträllertes „Ihr Kinderlein, kommet“ und die unendlichen Minuten vor der Wohnzimmertür, in denen wir uns wünschten, Santa würde sich mal ein bisschen beeilen auf dem Weg durch den Kamin.

🎅

Natürlich stand für mich als Kind auch der Moment des Geschenkeauspackens im Vordergrund und in der stillen Nacht vor der Bescherung ging kaum ein Auge zu. Dennoch weiß ich heute, ein paar Jahre später, dass der Heilige Abend bereits viel früher beginnt und von all den Emotionen getragen wird, die meine Familie damals wie heute gelebt hat. Schon meine Mama hat von einer weißen Weihnacht träumend Keksladung um Keksladung gebacken, während sie die Titelmelodie von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ summte.

🌰🌰🌰

Alles, was ich mir zu Weihnachten wünsche, ist, dass das Kind versteht, dass Weihnachten nicht an der Höhe des Geschenkebergs gemessen wird, sondern an der Qualität der eigenen Gedanken und Mühen. Seien es kleine Postkarten, eine liebe Nachricht an länger nicht gesprochene Menschen, eine warme Decke für jemanden, der friert oder welche Geste auch immer einen demütig dankend zur Besinnung kommen lässt. Sieh hin Kapitalismus, wenn der Schlumpi seiner Oma eine hässliche, selbstgebastelte Karte übergibt… da kannst du noch einiges lernen. Oh du fröhliche Shoppingzeit, da kann selbst ein diamantbesetztes Diadem nicht mithalten…

Wenn du der Geschenke Verzweiflung nah bist, renn nicht kopflos im Kaufrausch durch die Center dieser komischen Welt. Denk daran, dass gemeinsame Zeit oft das wertvollste Geschenk ist, früher war eh mehr Lametta. In diesem Sinne: Mögen die Lichterketten dir die Weihnachtszeit erhellen und „Have yourself a merry little Christmas“ … 🎄


© 2021 🌠 hollingtonsmum

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Blockpost™ it's all fun and games ('til someone cries) was so passiert

Das Foto


Februar…

…und das Thermometer zum ersten Mal im 2-stelligen Minusbereich. Ich gammle mit neugeborenem Kind auf der Couch umher und fühle mich einsam. Beschließe also, sobald die Kraft zurück ist, fahre ich mal wieder zur Reitstunde. Voller positiver Energie vereinbare ich sie noch und bin ruhiger.

Es ist immer noch kalt. April oder so.

Aber mittlerweile ist der Winterspeck so konstant, dass es nicht mehr so auffällt. Vor meiner Reitstunde habe ich einen Banktermin, danach will ich zu meinen Eltern. Ich brauche also ein ordentliches Outfit für den Kredit, ein schludriges für den Stall und ein möglichst tierhaarfreies für die elterliche Couch im Anschluss. Fürs Kind was Mittelwarmes für drinnen, extrem megakuschelbeheizt für draußen und irgendwas dazwischen für alle Fälle. Ich packe den halben Haushalt ein. Danach den Rest. Sicher ist sicher.

Mit Babyschale in der linken Armbeuge, dem Rucksack aufm Rücken, einer Tasche für unterwegs rechts am Arm, zwei Beuteln mit Zeug in der Hand, Autoschlüssel, Haustürschlüssel, Handy und Handschuhe irgendwie an und in meinen Fingern gebe ich ein jämmerliches Bild eines betagten Packesels ab, der sich, wenn er könnte, selbst erlösen würde. Ich bin zu müde für den frühen Termin, zu kraftlos für die Reitstunde und definitiv für die Treppe zu überladen. Mir kullert eine Träne der Anstrengung übers Gesicht, aber ich habe keine Hand, Ellenbogen oder sonstiges Körperteil frei, um sie weg zu wischen. Stattdessen also Schritt für Schritt die Stufen nach unten, die Babyschale bei jedem Schritt vor mein Knie polternd. Atemlos und am Rande des Wahnsinns unten angekommen, schleiche ich betroffen am Mahnmal der Unfähigkeit vorbei, meide Blickkontakt und rede mir ein, dass auch andere Menschen eine gestörte Beziehung zu ihren Briefkästen haben. Ich kann nicht der einzige Mensch sein, der lieber den Hinterausgang mit Umweg in Kauf nimmt, um das Ding nicht zu sehen… Leider war mir der Umweg heute zu lang. Ich wollte auf schnellstem Weg zu meinem Auto, um all das Gepäck aus meinem Aufgaben- und Kraftbereich zu entfernen. Einmal alles eingepackt, würde es sicher leichter werden.

In Gedanken an unliebsame Post – wer mir Freude machen will, sende mir etwas ohne Rechnungen!! – nähere ich mich meinem Auto. Ein grellroter Mazda aus erster Hand. Das Automatikgetriebe eingefahren vom mittlerweile verstorbenen Vorbesitzer (RIP), welcher mir unbekannt blieb. Alles was ich von ihm weiß: Es muss ein gemütlicher Mensch gewesen sein, denn den 5. Gang habe ich diesem Wagen beibringen müssen.

Als mein offiziell so richtig eigenes Auto, mit selbstbestimmtem Nummernschild (nein, keine Initialen… ein Wortspiel natürlich!) achte ich sehr darauf, weshalb es mich besonders ärgert, dass in der langen Parkreihe am Gehweg vorm Haus ausgerechnet mein Auto zugefrorene Scheiben hat. Was sollte der Scheiß? Ich hatte keine Hand frei zum Kratzen und wollte das kleine Kind keinesfalls im Kalten warten lassen, bis die Glasscheibe sich erbarmte, ihre Aussicht mit mir zu teilen. Meine Erschöpfung schlug in Wut um. So ein Dreck. Alle anderen Autos waren glasklar, nur meine olle Karre… was war das? Hatte ich vergessen die Tür zu schließen??? Ich näherte mich ungläubig.

Die Hintertür der rechten Seite schien nicht vollkommen geschlossen, seltsam. Vielleicht war sie nicht ins Schloss gefallen, als ich, sicher wieder nur mit der Hacke, weil überladen vom Gepäck und Kinderschale, die Tür mit einem Seufzer zu gekickt hatte. Verdammt. War also meine Schuld, dass ich nun nicht pünktlich loskam. In mich grummelnd schichtete ich meine Habseligkeiten wackelig neben das zum Glück liebe Kind auf den Gehweg und bereitete mich mental auf das Einfrieren der Finger vor. Ich konnte gar nicht so viel theatralisch ausatmen, wie ich genervt war. Ich öffnete also die Tür, die ja eh nicht verriegelt war, um das Kind schonmal in das Fahrgestell zu verfrachten und nicht auf dem Boden erfrieren zu lassen und erstarrte…

Da lag jemand…

„Das glaubt mir kein Schwein.“

– Da haste recht, mach ’n Foto!!!!!!

Als geübte Neugeborenen-Fotografin, zu der ich mich in den letzten Monaten entwickelt hatte (naja mutiert bin…), war der Griff in meine Hosentasche, Entsperren, Kamera-App starten und auf den Auslöser drücken zu einer meiner leichtesten Übungen, fast schon größten Hobbys geworden. Ich hielt als pflichtbewusste Mutter jede Sekunde doppelt fest, sicher ist sicher, man könnte ja was verpassen. Meine Kamera hätte ich nachts um 4 aus dem Tiefschlaf starten können – „Tief“-was??? … Klappe Hirn!

Hätte ich gewusst, dass das monatelange Training für diesen Moment Gold wert war… wäre ich vielleicht nicht so erschrocken gewesen.

Ein erwachsener Mann in Arbeitsklamotte hatte den Fahrersitz ganz nach hinten gedreht, sodass sein Gesicht, welches auf Höhe der Rückbank lag, mich direkt anschaute. Während ich mein Telefon zückte, richtete er sich auf, und die Pose, die auf dem Beweisfoto abgebildet wurde, hätte lässiger nicht werden können. Wer von uns beiden mehr verdutzt aus der Wäsche glotzte lässt sich dank fehlender Aufnahme meines Ausdrucks nicht mehr feststellen… Meine Wut wurde zu Erstaunen.

Hirn ratterte auf Hochtouren und brachte immerhin:

„Ähm… das ist mein Auto!“ zustande.

Wahnsinn.  Mich machste in einer Tour fertig und da musst du Schlagfertigkeit erst noch googlen?!!!

– oh, schlagen wäre auch eine Alternative gewesen…

Gesichtspause™.

Der in seinem Schläfchen empfindlich gestörte Mann, rappelte sich auf, verließ meinen Mazda durch die Fahrertür und torkelte bergauf die Straße von dannen.

Hirn!!! Was machen wir jetzt?

Sag die Reitstunde ab! Das schaffen wir nicht mehr! …

…“Hi, sorry, aber ich werde zu spät kommen heute… ne, nichts passiert… ein Fremder hat mein Auto aufgebrochen und drin übernachtet… was die Polizei dazu sagt? Die ist noch nicht da… ja, genau deswegen dauerts hier noch… Danke, bis später“

Polizei! Genau…


Während ich darauf warte, dass die Ordnungshüter eintreffen, wird mir klar, dass es kein Frost ist, der mir die Sicht nimmt. Die Scheiben sind von innen angelaufen. Jemand hat mein Auto vollgeatmet.  Bäh… mein Erstaunen wandelt sich in Ekel.

„Können Sie den Mann beschreiben.“

„Nun… nein, aber vielleicht hilft das Foto von ihm weiter?“

Ungläubige Blicke.

„Sie haben ein Foto??“

„Also, ja…“
Ich zücke mein Telefon und halte den lässig in meinem Auto hängenden Kerl Richtung Beamten.

„Ok, das ist hilfreich. Aber das hätte auch derbe schief gehen können. Stellen Sie sich mal vor, der Mann wäre wütend geworden!“

„Ich hab‘ das sehr schnell gemacht. Eigentlich kaum drüber nachgedacht. Mach ich nicht wieder.“

…siehste Hirn, das war ‘ne dumme Idee!!!!


September.

Ich bekomme einen Anruf meiner Eltern. Papa ist am Telefon. Das kann nichts Gutes heißen… mir wird warm…

„Hier ist Post für Dich. Vom Gericht.“

„Fuck“, denke ich…

„Mach mal auf!“

„Die Anzeige wurde fallen gelassen. Der Mann in Deinem Auto hat keine Meldeadresse und kann nicht belangt werden. Bekommst keine Kohle. War ja klar.“

Puh… immerhin hab ich noch das Foto.


© 2021 hollingtonsmum