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Blockpost™ was so passiert

Das ist nur ein Arbeitstitel


Da weiß ich ja gar nicht, wo ich anfangen soll.

Muss ich auch nicht, denn genau genommen habe ich ja schon angefangen. Vor ein paar Wochen nämlich, vor ziemlich genau 2 Monaten nämlich (!), als ich mir diese Geschichte vom „Chancenlos™“ ausdachte. „Ausdachte“, hö-hö.
Nichtsdestotrotz fällt mir das Schreiben an diesem …

*guckt aus dem Fenster, es ist noch zu dunkel, um was übers Wetter sagen zu können

… an diesem Morgen nicht unbedingt leicht. Jedenfalls nicht leichter als sonst. Auch nicht unbedingt schwer, aber nur so mittel jetzt auch nicht direkt. Egal.

Ja, vielleicht fühlt sich das für Euch so an, als bereite ich Euch auf nicht so leicht zu verdauende Nachrichten vor. Und in der Tat habe ich Neuigkeiten. Zu meinem Bedauern muss ich Euch aber sagen, dass …

‘Tschuldigung, das ist nur so ‘ne Kunstpause, die den Anschein erwecken soll, es käme jetzt hier was Spektakuläres, obwohl sie Euch eigentlich nur vera-

… muss ich Euch aber sagen, dass Euch die Details dieser Neuigkeiten gar nichts angehen. Ist nämlich alles privat.

Jetzt könnt Ihr natürlich sagen „Ja, was fängste denn dann davon erst an?!“ oder „Privat ist doch sonst auch kein Problem für Dich!“ und damit habt Ihr ja auch recht. Aber deswegen muss ich doch nicht zwingend eine clevere Antwort auf Eure Einwände haben, oder?


Mitmachanklickgedöns™


Vielleicht seht Ihr mir es aber auch nach, denn ich bin schon mehr als nur ausgelastet damit, das, was ich Euch sagen kann, nicht gleich wieder mit Sarkasmus, falsch gesetzter Selbstironie und unnötigen Selbstdiss-Attacken seiner… Schönheit zu berauben.

Stellen wir uns einmal vor… nein, ich muss mir das nicht vorstellen, ich schreibe das ja. Also nochmal: Stellt Ihr Euch doch bitte mal vor, ich hätte im „Chancenlos™“ und dem „Samenkorn im Regen“ gar nicht von einem fiktiven „sie“ geschrieben und es wäre nicht „er“, der dieses Chancenlos™ bekommen hat, sondern tatsächlich… ich! Rein hypothetisch natürlich, is klar, oder?

Also, das wäre schon einigermaßen absurd, denn dann müsste ich Euch ja erzählen, dass ich diesen Hauptgewinn geschenkt bekommen habe, als den sich das Chancenlos™ entpuppte. Ich müsste Euch erzählen, dass mein SnobPhone™ eine neue Telefonnummer in seinem Adressbuch hat. Ihr würdet lesen müssen, dass bei mir das große Fellbällchenkotzen™ stattfindet, aber nicht in Texten und Liedern. Ok, doch in Texten und Liedern, aber eben nicht öffentlich als Bühnenprogramm, sondern in meinem WhatsApp-Verlauf. Ihr müsstet Euch, setzt Euch mal für den nächsten Satz lieber hin, Ihr müsstet Euch damit abfinden, dass die erwähnten Emojis of Love and Sweetness auf meinem Display landen und auch von diesem versendet wurden und werden. Es käme ans Tageslicht, dass ich und nicht er ein Kennenlernen mit ihr erleben darf, das meine und nicht seine (doch, auch seine!) kühnsten Träume übertrifft!

Ok, real talk. Ich bin glücklich. Es ist fast schon unerträglich, wie glücklich ich im Sein mit ihr bin. Mehr kann ich Euch nicht erzählen, denn es ist nicht an mir, sie über das mit dieser und den Blockposts™ davor erreichte Maß hinaus an die Öffentlichkeit dieses Internets zu ziehen. Aber einen Titel für diese Blockpost™ kann ich noch nachreichen, denn „Das ist nur ein Arbeitstitel“ ist wirklich nur ein Arbeitstitel und das kann ich ja so nicht rauslassen, nicht wahr?

Ich nenne diese Blockpost™ im vollen Bewusstsein der Konsequenzen, die dies nach sich ziehen wird:

Kleinkuenstler in Love

was soll ich machen / isso /verklagt mich doch


© 2022 albert sadebeck

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Blockpost™ was so passiert

Wenig Schaum (oder so)


Ich weiß, ich weiß, Ihr hättet Euch was anderes gewünscht, aber ich kann nun mal nicht lügen und was anderes behaupten. Ja, diese Blockpost™ erreicht Euch aus der Badewanne.

Ganz genau, das ist jetzt ein Bild in Euern Köpfen. Ich nenne es „Mann in Badewanne, mit wenig Schaum (2022)“, erkläre es hiermit zum ersten unsichtbaren NFT der Geschichte und fordere Euch zur Zahlung einer Nutzungsgebühr auf. Der Paypal-Link ist hier:

Ok, ok, ich verzichte auf die Nutzungsgebühr, wenn Ihr im Gegenzug von Schmerzensgeldforderungen abseht, ich hab’s ja verstanden…

Jedenfalls war diese Woche und jetzt ist sie auch fast rum und ich habe eventuell Sachen erlebt, obwohl ich mega faul war, na ja.

Aber immerhin war ich ein bisschen produktiv und hab ein Lied aufgenommen. Phil ist schuld, bei dem hab ich es nämlich zuerst gehört. Und ich mag es halt und wollte es halt auch mal aufgenommen haben und alles.

Da ist es nun und vielleicht hört ihr es sogar an und alles. Wäre toll.

sadebeck · If You Love Me (Hymne A L’Amour)

Jetzt kann ich aber nicht weiterschreiben, weil ich muss ja in der Wanne entspannen. Yep, da ist es wieder, das Bild.

Nicht das! Das ist doch von unter Wasser aufgenommen, jawooohl!

Schönen Sonntag noch. 🙂


© 2022 albert sadebeck

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Blockpost™

Ein Samenkorn im Regen


previously on „Das Chancenlos™“

… dieses Chancenlos™ (…) hat allerdings einen Haken: Es ist unzuverlässig. Meeega unzuverlässig. Die Chancen werden nämlich nicht nach einem nachvollziehbaren Muster oder Rhythmus verteilt (von „gerecht“ ganz zu schweigen), sondern totally random. (…) Da passiert jahrelang nichts, und dann, so ohne jede Ahnung oder Vorwarnung, bekommt man (…) einen Medizinball an den Kopf geworfen und soll im Bruchteil einer Millisekunde die richtige Entscheidung treffen. Er ist schon damit überfordert, überhaupt eine Entscheidung zu treffen, und dann soll es auch noch „die richtige“ sein!
Fangen / Ducken / Gehirnerschütterung – was für grandiose Optionen!

and now … the conclusion!


So etwa eine Stunde musste er noch ausharren, bis der Lärm der letzten Neujahrsböller verhallte, dann konnte er endlich schlafen. Als er nach wieder mal zu wenig Schlaf dennoch erstaunlich ausgeruht erwachte, fühlte er das erste Mal seit Jahren so etwas wie … Balance. Alles schien im Gleichgewicht und auch wenn sie natürlich nicht wie durch Wunderhand hinweggewischt worden waren, seine Sorgen wogen gerade nicht so schwer, dass sie ihn zu erdrücken drohten. Plötzlich fiel ihm dieser Medizinball in fünf Zentimeter Abstand vor seiner Nase ein.

Und es war gut. Die Panikattacke blieb aus. Ja, es waren nun nur noch fünf Tage, bis er eine Antwort bekäme.

Fangen / Ducken / Gehirnerschütterung

Natürlich bestand auch die Möglichkeit, dass sich sein Chancenlos™ einen weiteren Aufschub leistete. Doch das würde ihn nicht aus der Bahn werfen. Geduld scheint eine der Eigenschaften zu sein, die er im Laufe der Jahre hat trainieren können. Er würde einfach … warten. Zugegeben, es besteht bei einem Chancenlos™ immer auch die Möglichkeit, dass es sich bei besonders lang andauernder Chancenlosziehung™ nicht in Wohlgefallen, sondern einfach in Nichts auflöst. Der Gedanke daran machte ihn durchaus traurig, aber er hatte keine Angst vor seiner Traurigkeit. Sie durfte sein und das nahm ihr den Schrecken.

Völlig frei von Zweifeln war er natürlich trotzdem nicht. Würde er seine Stärke im Moment der Entscheidung behalten? Bliebe seine Stimme fest, sein Blick offen, seine Haltung aufrecht? Hätte er die Kraft … nein, das ist nicht der richtige Ausdruck… hätte er den Mut, den Pfeil zu werfen und dem in diesem Moment wieder auf ihn zurasenden, nur noch fünf Zentimeter entfernten Medizinball nicht ausweichen zu wollen? Er wusste, nein… fühlte, wenn er sich duckte, würde er den Wurf versemmeln, seinen einzigen Versuch, und der Pfeil verfehlte sein Ziel mit Sicherheit.

Die Zeit hatte wohl beschlossen, das Warten etwas spannender zu machen, denn diese fünf Tage dehnten sich und zogen sich wieder zusammen, völlig ohne erkennbaren Rhythmus oder gar Grund. Möglicherweise bildete er sich das auch nur ein, er weiß es nicht mehr genau.

Als dann dieser unzählbare Countdown plötzlich und endlich zugleich abgelaufen war, dehnte sich die Zeit noch einmal ins Unendliche. Er hielt den Pfeil in der Hand, den Blick verdeckt und natürlich waren auch sie plötzlich da, seine Ängste und tropften auf ihn herab wie Regentropfen in Slow Motion.

„Schnell, nimm einen Schirm! Du hast keinen? Dann stell Dich irgendwo unter! Lauf weg, so schnell es geht! Du wirst doch sonst klatschnass!“, riefen ihm Erinnerung und Fluchtinstinkt, der Wunsch nach Unversehrtheit, ja, auch seine Feigheit zu. Anstatt jedoch, wie in unzähligen Momenten dieser oder auch nur ähnlicher Art, alle Muskeln, sein ganzes Sein und Nichtsein an- und damit zu verspannen, ließ er den Regen einfach zu. Es war ok, dass es regnete. Seine Ängste durften sein. Sie störten nicht, sie waren kein Grund mehr, zu fliehen.

Sie kam um die Ecke, beinahe zögerte er noch einmal, doch dann war er in der Luft, der Pfeil. Ein Blinzeln, ein einzelner Herzschlag, und er hielt ein Samenkorn in seiner Hand, das eben noch ein großer, schwerer Medizinball gewesen sein könnte.

„Hi…“, sagte er. „Ich wollte Dir etwas sagen.“

Und sie blieb stehen. Und sie hörte zu.


Alle Personen, Handlungen und Orte sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind unbeabsichtigt und rein zufällig. Keine Tiere kamen im Zusammenhang mit der Produktion dieser Blockpost™ zu Schaden. Der Kaffee ist kalt. Die Jalousien sind unten.


© 2022 albert sadebeck

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Blockpost™ was so passiert

Jahresendgedöns, Version 2.0.21


Das Jahr geht zu Ende und allerorten wird man mit Jahresrückblicken daran erinnert, was wann wo wie mit wem und weshalb stattfand. Also gut, sagte ich mir kurz vor Weihnachten, dann mache ich eben auch mit und stelle ein paar Momente zusammen, die für mich irgendwie bedeutsam waren. Wenn Ihr jetzt sagt „Warum sind da keine Menschen zu sehen?!“, dann hat das einerseits etwas mit der Wahrung ihrer Privatsphäre zu tun (kann ja nicht einfach ungefragt Fotos in dieses Internetz stellen), aber vor allem liegt es daran, dass die schönsten Begegnungen, Unterhaltungen, Grillabende und Chance Meetings ohne übermäßiges Fotografieren stattfanden und es davon einfach keine Bilder gibt.
Obwohl, es gibt sie schon, diese Bilder, aber eben nur in meinem Herzen (ööööööh *Herzchen-Glitzer-Kitsch-Emojis*).

Bevor jetzt jemand denkt, ich sei völlig in einen Ämouschnolli-Jahresendgedöns-Strudel™ gestürzt, ähm… ja, die Bilder. Häwwen Sie Fann!

Doch was ist ein gutes Schlusswort auf dieser kleinen Seite in der verstecktesten Ecke dieses Internetz‘? Mir fällt nichts Schlaues ein. Dafür ist das hier aber von Herzen.

Liebe geht raus. An Euch.


P.S.: Hier ein paar Bonus-Pics, ohne Beschriftung.


© 2022 albert sadebeck

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Blockpost™

nicht „ganz ok“ oder „so lala“


Es ist totally abgefahren. Ich möchte also Euch, liebe Leser*innen, eindringlich bitten, eine sichere und bequeme Haltung einzunehmen. Ja, die nun folgende Aussage könnte Teile der Bevölkerung verunsichern. Seid Ihr bereit? Wie jetzt, „noch nicht“? Ok, dann mache ich mir erstmal einen Tee. Habt Ihr nun davon…



– –

– – –

– –

Ihr habt Schwein, der Tee muss natürlich noch ziehen, also kann ich in der Zwischenzeit weiterschreiben. Hier kommt’s jetzt also endlich, … oder ne, doch noch nicht.
Ich hab‘ nämlich zu lange überlegt, wie das mit den Strichen da oben wird und jetzt müssen erst noch die Teebeutel aus der Kanne, Moment …



– –

– – –

– –

So, da bin ich wieder. Die Teesorte heißt übrigens „Marokkanische Minze“, falls das von Interesse hätte gewesen sein können sollen.
Nun aber – Alle haben ihren Tee, stehen, sitzen oder liegen stabil?

Tadaaa!

Mir geht es gut.

Yep, Ihr lest richtig, mir – geht – es – gut. Nicht „ganz ok“ oder „so lala“, schon gar nicht „mies“, „bäh“ oder „‘s mussje“, nein, es geht mir gut. Das Warum will ich ehrlich gesagt gar nicht wissen, obwohl es vermutlich mit meiner heutigen Laufrunde zusammenhängt. Die war nicht besonders schnell oder lang, aber sie fand immerhin statt und irgendwas passiert da ja im Körper trotzdem und das kann nun mal auch die seelische Verfassung positiv beeinflussen.

Hat es in meinem Fall möglicherweise, aber das ist mir ein bisschen egal. Heute möchte ich dieses Gefühl einfach genießen. Es kommt selten genug vor, dass ich mich in meinem Körper wohlfühle, obwohl ich seine Form nicht mag. Umso mehr möchte ich mich darin baden, dass mich diese gerade nicht stört. Zum Glück für meine Umwelt, die erst später am Tag mit mir zu tun haben wird, bin ich nicht euphorisch oder überdreht, wie so ein frisch verliebter Teenager. Aber ihm würde ich wünschen, dass er nächste Woche dieses Gefühl in sich trägt. Dann würde sich sein Chancenlos™ möglicherweise doch nicht als Niete entpuppen, er könnte dem Medizinball problemlos ausweichen, während er den Dartpfeil direkt im Bullseye versenkt. Sie wäre vielleicht amüsiert, überrascht und durchaus willens, dem Kennenlernen eine Chance zu geben. Und wenn er sich dann fragt, wie es denn dazu kam, würde ich ihm leise zuflüstern:

„Das muss diese Ausstrahlung sein, von der alle immer reden.“

Yep, so geht’s mir heute. Und bevor ich auf die Idee komme, diesen Zustand im Sinne der abwechslungsreichen Unterhaltung mit Zweifeln, Fragen, dem Suchen nach dem Haar in der Teetasse oder den üblichen Selbstdisstiraden mit selbsterfüllenden Prophezeiungen in Unwohlgefallen aufzulösen, mach ich hier einfach Schluss.

Denn heute, heute geht’s mir gut. 🙂


© 2021 albert sadebeck

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Blockpost™ was so passiert

von DINGENS bis DÖDEL

(k)ein Jahresrückblick


Backnang.

Hng?

Yep, so habe ich auch gegickt.

„Gegickt“?

Yep. Wieder einer dieser Vertippser (jahaaa, Vertippser!), die ich witzig genug finde, um ihn stehen zu lassen. Ok, extremely poor choice of words. Nochmal von vorn.


Backnang.

Hng?

Yep, so habe ich auch geguckt. Und zwar auf mein SnobPhone™, als es mir eben einen verpassten Anruf aus Backnang anzeigte. Dieser Ausdruck Hirn inaktiver Überraschung war allerdings weniger der Tatsache geschuldet, einen Anruf verpasst zu haben. Nein, auch die mir nicht bekannte Rufnummer, die mich da vergeblich zu erreichen suchte, überraschte mich nicht in dem Maße, dass es eines „Hng?“s würdig sei. Ich war, nein, bin noch immer geradezu verblüfft, geschockt, fasziniert, mind blown, dass Backnang eine Stadt in Baden-Württemberg ist! Die Standarddaten wie Einwohnerzahl o.ä. zu recherchieren, überlasse ich mal der geneigten und geraden (hö-hö) Leser*innenschaft. Aber was ist das bitte für ein abgefahrener Name? BACKNANG! Klingt eher wie das Ziel eines Thailand-Urlaubs und ist dabei (vermutlich) nur das Stinkytown Schwabens. Zumindest, wenn man der Größe des Ortes, nein, der Stadt nach ürteilt. Ja, „ürteilt“. Hab‘ mich wieder vertippt und überhaupt…

Außerdem: Es ist Dezember. Ende Dezember sogar, was den einen oder anderen Mithumanoiden auf diesem Planeten dazu bemüßigt, eine Art Jahresrückblick zu… zu … na hier, zu haben, genau. Da bin ich natürlich gaaanz weit vorn, kann ich doch auf die Blockposts™-Ausgaben Dingens bis Dödel verweisen und muss keinen Jahresrückblick mehr schreiben. Praktisch, nicht wahr?

Trotzdem habe ich mich von diversen Social Media Plattformen eines gewissen Meta-Versums dazu verleiten lassen, etwas weiter in die Vergangenheit zu schauen und muss sagen, das ist doch irgendwie alles … gar nicht sooo interessant. Aber was willst’e machen, außer Plattitüden strapazieren und sagen „So isses nunemal.“?

Was ich aber echt machen sollte, ist die Küche. Und zwar sauber. Also, den Abwasch. Ich habe aber kei.ne LUST! Und ja, diese Information ist auch nicht wirklich wichtig und nur ein Vorwand, um irgendwie noch ein paar Fotos in diese Blockpost™ tackern zu können.

Nichts hätte ich lieber gemacht, als endlich die Auflösung des Chancenloses™ bekanntgeben zu müssen. Wer jetzt ein „aber“ herannahen spürt, hat einen sicheren Instinkt für die Komposition durchschnittlicher Texte, denn was anderes ist dieser Text als … Durchschnitt? Zumindest kein Aufschnitt. Das „aber“ kommt dafür im nächsten Abschnitt.


Er hatte gedacht, dass das Chancenlos™ schon mit vierzehn Tagen eine quälend lange Einlösefrist habe. Als er dann feststellen muss- … durfte, dass so ein Chancenlos™ seine Gültigkeitsdauer völlig willkürlich um weitere vierzehn Tage verlängern kann und das auch tut, ahnte er nicht, dass dieses spezielle Chancenlos™ besonders spannend bleiben wollte und auch sein würde. Denn was machte dieses Chancenlos™ nach der vierzehntägigen Verlängerung? Richtig, es verlängerte sich einfach ein weiteres Mal! Aber nicht wieder um vierzehn Tage, das wäre zu einfach. Nein, es verlängerte sich in einer beeindruckenden, aber völlig unnötigen Demonstration seiner Unberechenbarkeit einfach gleich um drei Wochen!
Meaning it’s gonna be next year ‘til he knows whether the ball’s gonna hit him right in the face or… not. Maybe er wird auch gar nicht gehittet, weil sich das Chancenlos™ ebenso plötzlich im Nichts auflöst, wie es erschienen ist. Aber auch das wird er erst in jetzt noch achtzehn Tagen herausgefunden haben. Eventuell.


Ein bisschen bin ich schon stolz darauf, wie spät im vorigen Absatz das erste „aber“ auftauchte und werde mich gleich damit belohnen, dass ich heute nichts mehr mache. Gar nichts. Außer vielleicht der puren Faulheit frönen. Wollte erst „der puren, nackten Faulheit frönen“ schreiben, doch das hätte ja wieder Bilder in Köpfe gepflanzt, die das gar nicht wollen. Hupsi! ¯\_(ツ)_/¯

Hm.

Jetzt stecke ich ein wenig in einer Zwickmühle. Einerseits habe ich gerade das perfekte Hier-ist-Schluss-für-heute-Gefühl, andererseits erscheint mir das inhaltlich, formal und dramaturgisch recht fragwürdig.

Und dann fällt mir wieder ein, dass ich noch den Abwasch machen muss und folglich nicht einfach der puren oder nackten Faulheit frönen kann

und was soll das überhaupt

und jetzt werde ich meckerlich

und ja, das ist ein Wort

und

Mimimi!


Nachtrag: Natürlich habe ich die doppelt geschriebenen Sätze am Anfang tatsächlich doppelt geschrieben und nicht einfach nur mit Copy / Paste dupliziert.


© 2021 albert sadebeck

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Blockpost™ was so passiert

Leider keine Lust


Nö.

Das ist die Antwort.

Jaaa, ich weiß, dass zu einer Antwort auch eine Frage gehört. Und neeein, Ihr müsst euch nicht sorgen, wir spielen hier jetzt nicht Jeopardy!

Soll heißen, ich nenne Euch natürlich die Frage, die ich dreisterdingens (Klappe, Dokumentenprüfungsalgorithmus!) beantwortet habe, obwohl…

Jedenfalls (ist der Kopf dicker als der Hals), ich habe leider keine Lust. Diese Blockpost™ schreibe ich also nicht mit… Also doch, ich schreibe die schon auch gerne. Und mit Lust. Aber eben auch ohne. Vielleicht bin ich ja, ohne es zu wissen, heute ein wenig streitlustig.

Faul bin ich aber auch. Deshalb habe ich auch nicht vor, mir irgendeine Fancy Story auszudenken oder über deepen Sh- … äh, Stuff zu schreiben.

Immerhin habe ich herausfinden können, dass meine Kopfschmerzen vom Mittwoch keine Folge von Impfung No. 3 waren. Zur Strafe riss dann der Müllbeutel, als ich Alma von diesem erlösen wollte. Ein Tiefpunkt, vor allem stimmungsmäßig, aber danach ging es erstmal bergauf. Vielleicht merke ich mir ja endlich mal, dass ein Frühstück in der besten Bar ein grandioser Mood Lifter ist. Ja, auch dann, wenn man ohne Begleitung dort is(s)t.

Oh, natürlich hätte ich (das) gerne mit Adelinde geteilt, aber noch kenne ich Adelinde nicht und sie mich auch nicht. Weshalb sie auch nicht Zeugin des besten, nein, witzigsten Adventskalendertütentürchens sein konnte, das mir bisher den Tag verschönerte.

Ich habe geglitzert! Dank Hollingtonsmum!

Was soll ich sagen, meine verehrte Gastautorin hat sich selbst übertroffen und mir den ersten Adventskalender seit… bestimmt 20 Jahren geschenkt. Er ist toll und ich habe jeden Tag Spaß. So auch, als sich ein weihnachtliches Bad in einer der Tütchen befand. Natürlich muss das Türchen-Tütchen am entsprechenden Tag geöffnet und gebraucht werden. Also, ab in die Wanne und Schwupps, roch es im Bad wie auf dem Weihnachtsmarkt, an einem dieser Kerzenstände. Doch als ich die Wanne verließ… Hach, zu gern würde ich Euch Fotos zeigen können, denn ich habe so dermaßen geglitzert, ich war selbst ein Weihnachtsmarkt! Leider (oder zum Glück?) wäre es aber unangemessen, Bildmaterial hochzuladen, auf dem ich in all meinem glorreichen Geglitzer zu bewundern wäre! Aber Ihr habt ja Vorstellungsvermögen, oder?

Nicht? Ihr lügt doch!

Was soll ich sagen, zumindest Adelinde hätte mit mir herzlich lachen können über einen glitzernden … äh… Nasen- … rücken!

Dann war ich noch spazieren, auch ohne Adelinde und das war trotzdem ein bisschen gut. Darüber hinaus … öhm…, wenn Ihr wissen wollt, ob das Chancenlos™ nun eine Niete war, diese spezielle Geschichte erzähle ich heute nicht. Und jetzt nicht meckern, immerhin gibt’s Fotos.

Macht Euch einen schönen dritten Advent, ich brauche jetzt: Frühstück!


© 2021 albert sadebeck

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Blockpost™ was so passiert

Dumm


Ja, das beschreibt es am besten. Ich bin dumm. Obwohl, das ist vermutlich nicht korrekt. Dumm, das so geschrieben zu haben. Also gut, ich korrigiere:

Ich habe mich dumm verhalten.

Eigentlich ein priiemaaah (!) Thema für eine richtige, ausgewachsene Blockpost™. In Ermangelung ausreichender Energiereserven und weil Mittwoch ist, gibt es aber nur diese kleine Zwischenblock-Post™.

Das war so: Ich war gestern zur dritten Impfung gegen Corona. Mein nach letzten Studien wohl nachlassender Impfschutz wurde geboostet. Nicht „geboosteRt“! Sogar das Schreibprogramm weiß, dass das Verb zu „Booster“, kurz für „Boosterimpfung“, boosten heißt, und verdammichnochmal nicht „boosteRn“! Regt mich auf, sowas. Aber darum geht’s mir gerade nicht. Obwohl mich sOWas auF.REGT!! Egal.

Schon bei der ersten Dosis war ich dumm. Bin nämlich aufm Rückweg schön mippm Fahrrad gestürzt aka Volle-Bude-hinneknallt, und zwar auf die Seite, wo der Einstich … gedingst worden ist. Toll.
Warum „toll“? Weil ich so natürlich keine Chance hatte herauszufinden, ob die Schmerzen im linken Oberarm nun eine Reaktion auf das Impfen oder eine (logische) Folge des Sturzes waren. Dumm.

Und was mache ich Trottel? Richtig, ich stürze. Dieses Mal aber nicht mit dem Fahrrad. Also, das Fahrrad war schon dabei. Oder eher… in der Nähe. Es stand vor der Bar, in der ich mit dem feinen Herrn Generalmusikdirektor den Abend bei dem einen oder anderen allohohlischen Getränk verbrachte. Der Topwirt tat sein Übriges, in dem er auch noch Rum ausgab. Da sagt Herr S., der Stümper, nicht „Nein!“. Und so stürzte ich nicht mit dem Fahrrad, sondern ab. Das Rad wurde natürlich nach Hause geschoben, wie es sich gehört.

Jetzt vermute ich einerseits, dass die etwas intensiveren Schmerzen am linken Oberarm tatsächlich auf die Pikserei zurückzuführen sind. Aber der Rest? Der Schädel brummt, ich fühl mich schlapp und habe auch sonst ein ganzkörperliches Empfinden, wie ich es sonst nur von… durchzechten Nächten kenne. Dumm. Weil ich jetzt wieder nicht weiß, was eventuell eine Impfreaktion oder Teil des Hangovers ist.

Sehr dumm.

Falls jemand fragt, ich bin heute nicht da.

Schüss.


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Blockpost™ was so passiert

heute, fünfzehn uhr


Was für ein Saftladen!

Ja, ich muss mal schimpfen. Über diese Blockpost™ Veröffentlichungsstrategie nämlich.
Also ehrlich jetzt, was soll das? Nein, nein, es geht nicht um die rhythmischen Schwankungen und Ungenauigkeiten, weil mal in einer Woche gar nichts kommt und in anderen dann wieder zwei Beiträge. Das ist alles zu verkraften, erklären und völlig ok so. Weil es Gründe gibt. Die einen würden jetzt Gründe aufzählen, ich sage nur „Leben, das“.

Yep, es ist ein unvorhersehbares, dieses Leben. Aber manche Sachen könnte man ja trotzdem wissen, oder? Zum Beispiel, wann Jubiläen sind.

Es fing hier eigentlich ganz gut an, gab es doch schon zur 10. Blockpost™ eine kleine Jubiläumsausgabe. Mit KonfettiGlitzerTorte, Fotogedöns, handgemaltem Titel und allem Pipapo. Wer diese Moments Of Lulunde Kundigkeit re-liven will, bitte sehr!

Das nächste Jubiläum war dann schon etwas literarischer und auch malerischer. Kein Witz, schrieb Hollingtonsmum doch eine wundervolle Ode an 25 Jahre Liebe. Und Herr S. schnappte sich Farben (jawohl Farben!) und Pinsel und… malte. Zur erneuten Erfreuung (yes, it’s a word!) bitte hier entlang.

Doch dann… warteten alle (ok, manche) vergeblich auf die Big Fifty! Ich meine, was soll das?! Kann ja nichts werden mit der Karriere, wenn selbst die einfachsten Marketing-… -dingsiche nicht angewandt werden. Wie schwer kann es denn sein, die (Mini)Jubiläen zum Boosten der eigenen Präsenz zu nutzen?

Offensichtlich schwer genug, um selbst das nächste Jubil-, nee, Plural, die nächsten Jubiläen unachtsamerdings nicht zu würdigen. O, die 75 kann man noch verkraften, aber die 100?! Da hätte man (nicht „man“, ich) echt was machen müssen. Zugegeben, ich hab daran gedacht und Hollingtonsmum hatte auch die passende Idee für den Text, indes passiert ist… wenig. Nicht Hollingtonsmums Verschulden, das sei hier nochmal betont. Wir wollten dann als nächstes ‘ne Schnapszahl (111) feiern, hatten aber… keinen Schnaps.

In der Zwischenzeit hat Hollingtonsmum aber einen Text richtig veröffentlicht (oder veröffentlicht bekommen lassen sollen dürfen?), in any case, in „novum #10 – volume 4“ steckt eine wundervolle Kurzgeschichte, die hier veröffentlichen zu dürfen ich sehr dankbar und auch stolz bin.

Als ich fragte, wann diese Blockpost™ denn online gehen solle, bekam ich folgen Antwort:

die Antwort von Hollingtonsmum

Was für ein Saftladen! Wie soll ich denn, wollen wir denn bis „Heute, fünfzehn Uhr! Heute, fünfzehn Uhr! Heute, fünfzehn Uhr!“ einen gebührenden Festakt vorbereiten und ausrichten?!

Richtig, wollen wir gar nicht! Ich finde, die Geschichte (bin schon ganz gespannt, wie sie Euch gefällt) feiert sich am besten, in dem sie gelesen wird.
Viel Spaß dann „Heute, fünfzehn Uhr! Heute, fünfzehn Uhr! Heute, fünfzehn Uhr!“


P.S.: Das ist sollte dann Blockpost™ Nr. 113 geworden sein.


© 2021 albert sadebeck